Altersvorsorge mit Riester
Allgemeines
Bei der „Riester-Rente“ handelt es sich um eine staatlich geförderte private Altersversorgung. Die staatliche Förderung wird in Form von jährlichen Zulagen und einem eventuellen Sonderausgabenabzug gewährt. Zum Ende der Ansparphase werden die eingezahlten Beiträge, Zulagen sowie ein eventuell übertragenes Altersvorsorgekapital garantiert.
Die Besonderheit der Riester-Produkte bei der Sutor Bank besteht darin, dass Ihre Eigenbeiträge und Zulagen vollständig investiert werden, Sie aber dennoch in den Genuss der gesetzlichen Garantie kommen. Zusätzlich haben wir eine sehr günstige Kostenstruktur geschaffen.
Ob ein Mindestbeitrag festgesetzt ist, hängt vom Anbieter ab. Auch der Zahlungsrhythmus kann sich je nach Anbieter unterscheiden. Üblicherweise gibt es die Möglichkeit, den Vertrag mit einmaligen, monatlichen, zweimonatlichen, vierteljährlichen, halbjährlichen oder jährlichen Zahlungen zu besparen.
Ist Ihr Altersvorsorgevertrag im Rahmen einer Insolvenz oder Pfändung betroffen, sind geförderte Ansprüche gem. §851c ZPO aus Ihrem Riester-Vertrag geschützt. Ungeförderte Riester-Verträge hingegen sind nicht geschützt und sind daher pfändbar bzw. fallen voll in die Insolvenzmasse.
In der Auszahlungsphase werden die ausgezahlten Renten im Rahmen der Pfändungsfreigrenzen berücksichtigt.
Im Rahmen eines Scheidungsverfahrens sind Ihre Altersvorsorgeverträge bei dem Versorgungsausgleich zu berücksichtigen. Das zuständige Familiengericht benötigt in diesem Fall von Ihnen bestimmte Angaben zu Ihren Verträgen. Das Familiengericht fordert bei der Sutor Bank eine entsprechende Auskunft über die Höhe des Ausgleichswertes für den Zeitraum der Ehe an. Liegen dem Familiengericht alle erforderlichen Angaben aller Versorgungsträger (gesetzlich und privat) vor, erfolgt der Versorgungsausgleich (z. B. Teilung der Ausgleichswerte oder Nichtberücksichtigung des Altersvorsorgevertrages).
Förderung
Grundzulage:
Sie erhalten eine jährliche Grundzulage in Höhe von bis zu 175,00 EUR, wenn Sie zum förderberechtigten Personenkreis gehören. „Die Höhe der Zulagen richtet sich nach der Höhe Ihres persönlichen Mindesteigenbeitrages. Dieser errechnet sich aus dem rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens abzüglich der staatlichen Zulage. Haben Sie den vollen Mindesteigenbeitrag eingezahlt, erhalten Sie die Zulage in voller Höhe; ansonsten wird sie anteilig gewährt. Für mittelbar zulageberechtigte Personen muss der Sockelbeitrag in Höhe von 60,00 EUR pro Jahr eingezahlt werden und der Ehepartner, über den dieser zulageberechtigt ist, muss ebenfalls seinen persönlichen Mindesteigenbeitrag eingezahlt haben, damit hier die volle Zulage gewährt wird.
Kinderzulage:
Sie erhalten eine jährliche Kinderzulage in Höhe von 185,00 EUR für jedes Kind, für das Ihnen Kindergeld ausgezahlt wird. Für ein nach dem 31. Dezember 2007 geborenes Kind erhöht sich die Kinderzulage auf 300,00 EUR jährlich.
Berufseinsteigerbonus:
Für unmittelbar Zulageberechtigte, die zu Beginn des Beitragsjahres, für das der Berufseinsteigerbonus gezahlt werden soll, das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Der Berufseinsteigerbonus kann die Grundzulage einmalig um 200,00 EUR erhöhen.
Unmittelbar Zulageberechtigte:
Alle, die Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, z.B. Arbeitnehmer/innen, Auszubildende und Selbständige die pflichtversichert sind
Mittelbar Zulageberechtigte:
Mittelbar förderberechtigt sind Ehegatten/eingetragene Lebenspartner von unmittelbar förderberechtigten Personen, die nicht selbst zum unmittelbar förderberechtigten Personenkreis gehören und bei denen die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:
- Beide Ehegatten/Lebenspartner leben nicht dauernd getrennt
- Beide Ehegatten/Lebenspartner haben jeweils einen eigenen, auf ihren Namen lautenden Riestervertrag
- Der unmittelbar zulageberechtigte Ehegatte/Lebenspartner hat Eigenbeiträge eingezahlt
- Der mittelbar zulageberechtigte Ehegatte/Lebenspartner hat den Sockelbetrag in Höhe von 60,00 EUR (pro Jahr) eingezahlt
Nähere Informationen zur Zulageberechtigung entnehmen Sie bitte der Homepage der Deutschen Rentenversicherung https://riester.deutsche-rentenversicherung.de/DE/FAQ
Damit Ihre Einkommensdaten an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) übermittelt werden, ist es erforderlich, bei Ihrer Bezüge- bzw. Besoldungsstelle eine schriftliche Einwilligungserklärung abzugeben.
Bitte reichen Sie uns einen Zulageantrag ein und teilen Sie uns Ihre Mitgliedsnummer der landwirtschaftlichen Alterskasse mit.
Bei Elternpaaren, die miteinander verheiratet sind und nicht dauerhaft voneinander getrennt leben und ihren dauerhaften Wohnsitz in der Europäischen Union oder einem Staat haben, auf den das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR-Abkommen) anwendbar ist, wird die Kinderzulage automatisch der Mutter zugeordnet. Auf Antrag der Mutter und des Vaters kann die Kinderzulage auf den Vater übertragen werden.
Sofern Eltern nicht verheiratet sind, erhält der Kindergeldberechtigte die Kinderzulage.
Bei gleichgeschlechtlichen Ehe- oder Lebenspartnerschaften erhält der Elternteil die Kinderzulage, der auch das Kindergeld erhält. Auch hier gilt: Stellen beide Eltern einen Antrag, kann die Zahlung der Kinderzulage an die/den Partner/in weitergegeben werden.
Der Sonderausgabenabzug bewirkt, dass Sie für den Teil Ihres Einkommens, den Sie für eine zusätzliche Altersvorsorge aufwenden, keine Steuern zahlen. Sie können Ihre Altersvorsorgebeiträge in Ihrer Steuererklärung als sogenannte Sonderausgaben absetzen.
Grundsätzlich gilt: Je höher Ihre Eigenleistung und Ihr Steuersatz sind, umso höher ist auch Ihre Steuerersparnis. Doch der Sonderausgabenabzug ist nicht unbegrenzt, sondern nur bis zu einem Höchstbetrag von 2.100,00 EUR möglich. Die Übertragung eines nicht ausgeschöpften Betrages auf den anderen Partner ist ausgeschlossen. Ehepartner, bei denen nur ein Partner unmittelbar förderberechtigt ist und der andere Partner mittelbar zulageberechtigt ist, können insgesamt 2.160,00 EUR geltend machen.
Ihre geleisteten Beiträge übermitteln wir jährlich (bis zum 28.02. des Folgejahres) per elektronischem Datensatz über die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) an Ihr zuständiges Landesfinanzamt. Mit der Einreichung der Anlage AV in Ihrer Einkommenssteuererklärung wird die Meldung durch Ihr zuständiges Finanzamt abgeholt. Eine papierhafte Meldung erhalten Sie darüber nicht.
Sie können sowohl den Sonderausgabenabzug als auch die staatlichen Zulagen beantragen. Jedoch ist die Förderung gem. §10a Abs. 2 EStG an eine Günstigerprüfung gekoppelt. Ist der Steuervorteil aus dem Sonderausgabenabzug geringer als die Zulage, so entfällt der Sonderausgabenabzug ganz und es bleibt lediglich bei der Gewährung der Zulage. Ist er dagegen höher als die Zulage, dann wird die zusätzliche Steuerermäßigung in Ihrer Einkommenssteuer berücksichtigt.
Sollten Sie Einwände gegen die Höhe der gezahlten Zulage geltend machen wollen, ist es erforderlich, innerhalb von 12 Monaten nach dem Erhalt der Bescheinigung nach §92 EStG einen Festsetzungsantrag zu stellen. Diesen können Sie über den Online-Service der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZFA) stellen. Die ZfA prüft den Sachverhalt und entscheidet, ob sich an dem gewährten Zulagebetrag noch etwas ändert. Hierüber erhalten Sie mit Abschluss der Prüfung einen Bescheid von der ZfA.
Eigenbeitrag
Um die volle staatliche Förderung zu erhalten, ist ein persönlicher Mindesteigenbeitrag zu zahlen. Dieser errechnet sich aus der Differenz von 4 Prozent Ihres rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens und den voraussichtlichen staatlichen Zulagen. Der Mindesteigenbeitrag ist begrenzt auf den Betrag, den Sie maximal als Sonderausgabenabzug geltend machen dürfen (2.100,00 EUR pro Jahr). Ehepartner, bei denen nur ein Partner unmittelbar förderberechtigt ist und der andere Partner mittelbar zulageberechtigt ist, können insgesamt 2.160,00 EUR geltend machen. Zahlen Sie nicht den vollen Mindesteigenbeitrag ein, erhalten Sie anteilig die staatliche Förderung.
Einen Anspruch auf die volle Zulage bei einem geringen Einkommen (Mindesteigenbeitrag kleiner als 60,00 EUR) haben Sie, wenn Sie mindestens den Sockelbeitrag von 60,00 EUR jährlich einzahlen. Auch mittelbar zulageberechtigte Personen zahlen mindestens den Sockelbeitrag.
Sie können auch mehr als den Mindesteigenbeitrag einzahlen. Die steuerliche Förderung ist jedoch begrenzt auf die Höchstbeträge für den Sonderausgabenabzug. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine steuerliche Beratung durchführen. Bei Fragen zu Details der Besteuerung wenden Sie sich am besten an einen Steuerberater.
Die Höhe Ihrer geleisteten Eigenbeiträge leiten wir bis zum 28.02. des Folgejahres, für das Sie die Eigenbeiträge geleistet haben, elektronisch an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) weiter. Der elektronische Datensatz wird bei Ihrem zuständigen Landesfinanzamt hinterlegt. Mit der Einreichung der Anlage AV in Ihrer Einkommenssteuererklärung wird die Meldung durch Ihr zuständiges Finanzamt abgeholt.
Sie können den Vertrag jederzeit ruhen lassen. Das bedeutet, Sie zahlen keine Beiträge mehr ein, aber Ihr Vermögen nimmt weiterhin an der Wertentwicklung teil. Zahlen Sie während des gesamten Beitragsjahres keine Beiträge ein, besteht in diesem Jahr kein Anspruch auf die Zulage und den Sonderausgabenabzug. Grundsätzlich gilt: Ohne Eigenleistung keine staatliche Förderung.
Zulage
Für die Beantragung der Zulage ist es notwendig, dass Sie uns die erforderliche Vollmacht erteilen (Dauerzulageantrag oder Antrag auf Altersvorsorgezulage). Wir beantragen die Zulagen dann jedes Jahr automatisch für Sie. Liegt uns keine Vollmacht von Ihnen vor, erhalten Sie jährlich einen Antrag auf Altersvorsorgezulage.
Der Antrag ist bis zum 31.12. des Folgejahres nach dem bescheinigten Beitragsjahr bei uns einzureichen. Nur so können wir ihn fristgerecht bei der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) einreichen.
Bei Bevollmächtigung leiten wir Ihren Zulageantrag im ersten Quartal des Folgejahres, für das Sie Zulagen beantragen möchten, an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) weiter.
Einmal jährlich erhalten Sie von uns eine Änderungsmitteilung oder den Zulageantrag, um Ihre Daten zu überprüfen, uns Änderungen mitzuteilen oder uns die Vollmacht zur Beantragung der Zulagen erstmalig zu erteilen. Änderungen können Sie uns auch jederzeit formlos z. B. über das Kundenportal mitteilen.
Nachdem der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) Ihr Zulageantrag vorliegt und Ihr Zulagenanspruch überprüft wurde, wird die Zulage Ihrem Vertrag gutgeschrieben. Die Auszahlung der Zulagen findet seitens der ZfA ausschließlich an vier Terminen im Jahr statt (15.02., 15.05., 15.08., 15.11.).
Die Zulage kann für Sie als unmittelbar zulageberechtigte Person auf höchstens zwei Verträge verteilt werden, für mittelbar zulageberechtigte Personen wird sie nur einem Vertrag zugeordnet
Kapitalübertrag
Ein Formular für die Übertragung eines Altersvorsorgevertrages (Riester-Rente) können wir Ihnen auf Anfrage gerne zur Verfügung stellen. Wir setzen uns mit Ihrem bisherigen Anbieter in Verbindung und leiten alles Weitere für Sie in die Wege.
In der Regel können Sie Ihren alten Vertrag mit einer Frist von drei Monaten zum Quartalsende kündigen und das Guthaben auf Ihren neuen Vertrag übertragen lassen.
Die Kapitalübertragung muss gegenüber der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) angezeigt werden. Dafür ist der Austausch von elektronischen Meldungen zwischen den Anbietern zwingend erforderlich. Der Austausch der Meldungen erfolgt über die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen.
Zusätzlich zu den Meldungen an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) benötigen wir von Ihrem alten Anbieter eine vollständige und korrekte Anbieterwechseldokumentation. Diese dokumentiert den bisherigen Vertragsverlauf und ist für die Geldanlage und den Abschluss des Wechselprozesses zwingend erforderlich. Diese Abstimmung erfolgt ausschließlich durch uns und bedeutet für Sie keinen Mehraufwand.
Kündigung
Sofern Ihrem Vertrag bereits Zulagen gutgeschrieben oder zusätzliche Steuervorteile gewährt wurden, sind wir bei einer vorzeitigen Verfügung/Kündigung verpflichtet, die sog. „schädliche Verwendung“ unverzüglich der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) anzuzeigen. Die ZfA fordert daraufhin alle Ihnen gewährten Zulagen sowie etwaige weitere zusätzliche Steuervorteile zurück. Der Rückforderungsbetrag ist vom Verkaufserlös abzuziehen und durch uns an die ZfA abzuführen. Die Rückmeldung der ZfA und somit die Auszahlung Ihres verbleibenden Verkaufserlöses kann sich über einen Zeitraum von bis zu einem halben Jahr erstrecken. Darüber hinaus können gemäß dem gültigen Preisverzeichnis bei einer vorzeitigen Kündigung zusätzliche Gebühren anfallen.
Eine Kapitalübertragung an einen anderen Anbieter können Sie mit einer Frist von drei Monaten zum Quartalsende schriftlich beantragen. Beachten Sie bitte, dass nicht die eingezahlten Beiträge, sondern lediglich der vorhandene Verkaufserlös übertragen wird. Für den Kapitalübertrag benötigen wir zudem die wechselrelevanten Daten des neuen Anbieters. Darüber hinaus können gemäß dem gültigen Preisverzeichnis bei einer vorzeitigen Kündigung zusätzliche Gebühren anfallen.
Statt einer Kündigung können Sie Ihren Vertrag auch beitragsfrei weiterlaufen lassen. Wenn das Ende der Laufzeit erreicht ist, garantieren wir Ihnen die Summe aus eingezahlten Beiträgen, Übertragungsguthaben und erhaltenen Zulagen zum Beginn der Auszahlungsphase.
Eine Teilkündigung ist generell nur dann möglich, wenn dieser Sachverhalt in den Vertragsbedingungen geregelt ist.
Ansparphase
Im ersten Quartal eines jeden Jahres erhalten Sie die gesetzlich vorgeschriebenen Jahresdokumente für Ihren Vertrag.
Die Bescheinigung nach §92 EStG
Folgende Daten sind in der Bescheinigung nach §92 EStG enthalten:
- Die im vergangenen Jahr eingezahlten Beiträge
- Die im vergangenen Jahr geflossenen und/oder zurückgezahlten Zulagen und der Grund der Zulagenrückforderung
- Die in Ihren Vertrag bisher insgesamt eingezahlten Eigenbeiträge
- Die in Ihren Vertrag bisher insgesamt geflossenen Zulagen
- Ihr Altersvorsorgevermögen zum Stichtag 31.12. des letzten Jahres
Sollten Sie mit der Höhe der Zulagenauszahlung oder der Höhe der Rückforderung nicht einverstanden sein, ist innerhalb von 12 Monaten nach Erhalt der Bescheinigung nach §92 EStG ein Festsetzungsantrag zu stellen. Den Festsetzungsantrag können Sie über den Online-Service der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen stellen.
Einen solchen Zulageantrag erhalten Sie nur dann, wenn wir keinen Dauerzulageantrag von Ihnen vorliegen haben. Das bedeutet, dass wir die Zulagen für Sie nicht automatisch beantragen. Bitte senden Sie uns den Antrag vollständig ausgefüllt und unterschrieben zurück. Sollten Sie Fragen haben oder Hilfe beim Ausfüllen benötigen, rufen Sie uns gern an!
Hier erhalten Sie die Möglichkeit, Ihre bei uns gespeicherten Daten noch einmal zu überprüfen. Sollten sich Veränderungen ergeben haben, teilen Sie uns diese gern auf dem Formular oder auch formlos (z.B. über das Kundenportal) mit.
Mit diesem Dokument informieren wir Sie über die getätigten Käufe und Verkäufe, sowie über Ihr Altersvorsorgevermögen zum Stichtag des 31.12. des Vorjahres. Zusätzlich können Sie dem Abschnitt nach §7a AltZertG die berechneten Gebühren und Kosten entnehmen. Außerdem finden Sie hier eine Hochrechnung Ihres Vertrages auf Grundlage der Daten zum 31.12. des Vorjahres.
Sie haben die Möglichkeit, die altersvorsorgewirksamen Leistungen (AVWL) Ihres Arbeitgebers als Eigenbeitrag in Ihren Riester-Vertrag einfließen zu lassen. Für die Beantragung nutzen Sie bitte das Formular Auftrag zur Überweisung altersvorsorgewirksamer Leistungen unter Kunden-Service / Formulare. (Raisin Pension Riester-Kunden haben die Möglichkeit, die Daten online mitzuteilen). Bitte beachten Sie, dass wir keine vermögenswirksamen Leistungen (VWL) annehmen.
Das geförderte Vermögen Ihres Riester-Vertrages darf nicht gepfändet werden. Ist Ihr Vertrag vollständig gefördert, d.h. Sie haben für jedes Jahr Zulagen beantragt und nicht mehr als 2.100,00 EUR im Jahr eingezahlt, ist Ihr Vertrag vollständig geschützt. Der ungeförderte Teil Ihres Vertrages kann jedoch jederzeit gepfändet werden.
Das Vermögen Ihres Riester-Vertrages darf nicht auf das Bürgergeld angerechnet werden.
Sollten Sie die Ansparphase Ihres Vertrages verlängern oder verkürzen wollen, ist dies nur mit unserer Zustimmung möglich. Da eine Veränderung der Laufzeit bedingungsgemäß nicht vereinbart ist, handelt es sich dabei um eine Einzelfallentscheidung der Sutor Bank. Bitte stellen Sie einen formlosen Antrag (z.B. über das Kundenportal) – wir prüfen dann, ob wir der Änderung zustimmen.
Altersvorsorgeverträge sind im Versorgungsausgleichverfahren anzugeben. Erhalten wir vom zuständigen Amtsgericht eine Information über das anstehende Scheidungsverfahren, ist bis zum Abschluss des Verfahrens keine Kündigung des Vertrages möglich. Wir sind verpflichtet, dem Amtsgericht Auskünfte über die während der Ehezeit entstandenen Wertezuwächse zu geben. Nähere Informationen können Sie auch unserer Teilungsverordnung auf unserer Internetseite entnehmen. Diese finden Sie unter „AGB und rechtliche Hinweise".
Auszahlungsphase
Die Auszahlung der Rente wird von unserem Partner, der myLife Lebensversicherung AG, durchgeführt. 12 Monate vor dem Beginn der Auszahlungsphase erhalten Sie von uns alle wichtigen Informationen und Unterlagen zum Beginn Ihrer Auszahlungsphase. Für die Auszahlung Ihres Vertrages benötigen wir von Ihnen eine schriftliche Willenserklärung. Aus diesem Grund erhalten Sie ca. 6 Monate vor dem Beginn der Auszahlungsphase die Auszahlungserklärung. Diese senden Sie uns bitte schnellstmöglich ausgefüllt und unterschrieben zurück.
Die Anteile Ihres Vertrages werden einen Monat vor dem Beginn der Auszahlungsphase verkauft. So können wir rechtzeitig feststellen, ob es bei Ihrem Vertrag zu einer Verrentung oder zu einer Kleinbetragsabfindung kommt.
Zum Beginn der Auszahlungsphase garantieren wir Ihnen, dass mindestens die eingezahlten Beiträge, das Übertragungskapital Ihres vorherigen Vertrages sowie die geflossenen Zulagen zur Verfügung stehen.
Eine Kleinbetragsabfindung dürfen wir gesetzlich nur dann ausführen, wenn wir bei der Berechnung Ihrer geförderten Rente feststellen, dass die monatlichen Rentenzahlungen unter der gesetzlichen Abfindungsgrenze liegen. Die Grenze für die Kleinbetragsrente wird jedes Jahr neu festgelegt, da sie abhängig von der Bezugsgröße ist.
Wird eine Kleinbetragsrente abgefunden, wird das Verrentungsguthaben nicht an unseren Partner, die myLife Lebensversicherung AG übergeben, sondern förderunschädlich (d. h. inkl. der staatlichen Zulagen) in einer Summe an Sie ausgezahlt.
Sie haben die Möglichkeit, sich maximal 30 Prozent Ihres Verrentungsguthabens in einer Summe auszahlen zu lassen. Ob Sie eine Teilkapitalisierung wünschen, teilen Sie uns bitte spätestens drei Monate vor dem Beginn der Auszahlungsphase auf der Auszahlungserklärung mit.
Der Rentenfaktor wird Ihnen 12 Monate vor dem Beginn der Auszahlungsphase schriftlich mitgeteilt.
Wurde bei Vertragsabschluss ein garantierter Rentenfaktor vereinbart, vergleicht unser Versicherungspartner zum Beginn der Auszahlungsphase den aktuellen Rentenfaktor mit dem garantierten Rentenfaktor. Sofern der aktuelle Rentenfaktor kleiner als der garantierte Rentenfaktor ist, verwendet der Versicherungspartner bis zu einem festgelegten Verrentungsguthaben immer den höheren garantierten Rentenfaktor.
Bitte beachten Sie, dass einige Vertragsänderungen (z.B. Änderungen der Laufzeit oder der Hinterbliebenenabsicherung) zu einer Anpassung des Rentengarantiefaktors bzw. sogar zu einem Wegfall des Rentengarantiefaktors führen können. Wir werden Sie im entsprechenden Fall informieren.
Leistungen, die auf geförderten Beiträgen beruhen, sind in voller Höhe mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern. Das sind z.B. der geförderte Teil der Leibrente, der geförderte Teil der Kleinbetragsabfindung oder der geförderte Teil der Teilkapitalisierungsoption.
Bei Leistungen, die auf ungeförderten Beiträgen beruhen, ist nur der sog. Ertragsanteil zu versteuern. Der Ertragsanteil ist ein vom Renteneintrittsalter abhängiger pauschaler Prozentanteil des jährlichen Rentenbetrags nach der jeweils gültigen Tabelle aus § 22 Nr. 1 Buchst. a Doppelbuchstabe bb EStG.
Wird dagegen für ungeförderte Beiträge die Einmalauszahlung beantragt, ist lediglich der Unterschiedsbetrag zwischen der ausgezahlten Leistung und den auf sie entrichteten Beiträgen zu versteuern. Ist der Vertrag mindestens 12 Jahre gelaufen und haben Sie Ihr 62. Lebensjahr bereits vollendet, ist nur die Hälfte des Unterschiedsbetrags zu versteuern. Bezüglich der steuerlichen Auswirkungen empfehlen wir Ihnen, sich mit Ihrem Steuerberater in Verbindung zu setzen. Eine Beratung zu steuerlichen Themen ist unsererseits ausgeschlossen.
Die Meldung an das Finanzamt erfolgt elektronisch bis zum 28.02. des auf die Auszahlung folgenden Jahres. Zeitgleich erhalten Sie eine Bescheinigung (Leistungsmitteilung nach §22 EStG) für Ihre eigenen Unterlagen.
Nachlass
Hinterbliebenenabsicherung bei Tod in der Ansparphase:
Ihr/e Ehe-/eingetragene/r Lebenspartner/in kann das zum Todeszeitpunkt gebildete Kapital förderunschädlich auf einen bereits bestehenden oder neu einzurichtenden, auf seinen/ihren Namen lautenden Altersvorsorgevertrag übertragen lassen.
Oder:
Sofern kein/e Ehe-/eingetragene/r Lebenspartner/in vorhanden ist, übertragen wir das Guthaben an eine bereits bestehende oder neu einzurichtende Versicherung, die eine (begrenzte) sofortige und förderunschädliche (d.h. inkl. der gewährten staatlichen Zulagen) Waisenrente an Ihr/e versorgungsberechtigte(s/n) Kind/er zahlt.
Oder:
Sind keine berechtigten Hinterbliebenen vorhanden oder hat Ihr/e Ehe-/eingetragene/r Lebenspartner/in keinen Riestervertrag, wird das Geld förderschädlich (d.h. nach Abzug der gewährten staatlichen Zulagen und Steuervorteilen) an die Erben bzw. den/die Ehe-/eingetragene/r Lebenspartner/in ausgezahlt.
Hinterbliebenenabsicherung bei Tod in der Auszahlungsphase:
Hier gilt das, was für Ihren Vertrag vereinbart wurde:
ohne Hinterbliebenenabsicherung
Die Rentenversicherung erlischt. Der Vertrag endet ohne weitere Leistung.
mit Restkapitalabfindung
Ihr/e Ehe-/eingetragene/r Lebenspartner/in kann das zum Todeszeitpunkt vorhandene Restkapital förderunschädlich auf einen bereits bestehenden oder neu einzurichtenden, auf seinen/ihren Namen lautenden Altersvorsorgevertrag übertragen lassen. Die Rentenversicherung erlischt.
Oder:
Sofern kein/e Ehe-/eingetragene/r Lebenspartner/in vorhanden ist, übertragen wir das Guthaben an eine bereits bestehende oder neu einzurichtende Versicherung, die eine (begrenzte) sofortige und förderunschädliche (d. h. inkl. der gewährten staatlichen Zulagen) Waisenrente an das/die versorgungsberechtigte(s/n) Kind/er zahlt. Die Rentenversicherung erlischt.
Oder:
Sind keine berechtigten Hinterbliebenen vorhanden oder hat Ihr/e Ehe-/eingetragene Lebenspartner/in keinen Riestervertrag, wird das vorhandene Restkapital förderschädlich (d.h. nach Abzug der gewährten staatlichen Zulagen und Steuervorteilen) an die Erben bzw. den/die Ehe-/eingetragene/r Lebenspartner/in ausgezahlt. Die Rentenversicherung erlischt.
mit abgekürzter Restkapitalabfindung:
Ihr/e Ehe-/eingetragene/r Lebenspartner/in kann das Verrentungsguthaben abzüglich der bereits ausgezahlten Renten bei Tod vor Ende des Versicherungsjahres, in dem der Kunde das 87. Lebensjahr vollendet, für die Hinterbliebenenversorgung verwenden. Er kann das vorhandene Restkapital förderunschädlich auf einen bereits bestehenden oder neu einzurichtenden, auf seinen/ihren Namen lautenden Altersvorsorgevertrag übertragen lassen. Die Rentenversicherung erlischt.
Oder:
Sofern kein/e Ehe-/eingetragene/r Lebenspartner/in vorhanden ist, übertragen wir das Guthaben an eine bereits bestehende oder neu einzurichtende Versicherung, die eine (begrenzte) sofortige und förderunschädliche (d. h. inkl. der gewährten staatlichen Zulagen) Waisenrente an das/die versorgungsberechtigte(s/n) Kind/er zahlt. Statt eine Waisenrente in Anspruch zu nehmen, kann der Versorgungsberechtigte (Kind/er) eine Einmalauszahlung (förderschädlich) verlangen. Die Rentenversicherung erlischt.
Oder:
Sind keine berechtigten Hinterbliebenen vorhanden oder hat Ihr/e Ehe-/eingetragene Lebenspartner/in keinen Riestervertrag, wird das vorhandene Restkapital förderschädlich (d.h. nach Abzug der gewährten staatlichen Zulagen und Steuervorteilen) an die Erben bzw. den/die Ehe-/eingetragene/r Lebenspartner/in ausgezahlt. Die Rentenversicherung erlischt.
Hinterbliebenenabsicherung mit 10-jähriger Rentengarantiezeit:
Sollten Sie innerhalb der ersten 10 Jahre nach Rentenbeginn versterben, kann Ihr/e Ehe-/eingetragene/r Lebenspartner/in das zum Todeszeitpunkt vorhandene Restkapital förderunschädlich (d.h. inkl. der gewährten staatlichen Zulagen) auf einen bereits bestehenden oder neu einzurichtenden, auf seinen/ihren Namen lautenden Altersvorsorgevertrag übertragen lassen. Die Rentenversicherung erlischt.
Oder:
Sollten Sie innerhalb der ersten 10 Jahre nach Rentenbeginn versterben und es ist kein Ehe-/eingetragene/r Lebenspartner/in vorhanden, übertragen wir das Guthaben an eine bereits bestehende oder neu einzurichtende Versicherung, die eine (begrenzte) sofortige und förderunschädliche (d.h. inkl. der gewährten staatlichen Zulagen) Waisenrente an Ihr/e versorgungsberechtigte(s/n) Kind/er zahlt. Die Rentenversicherung erlischt.
Oder:
Sollten Sie innerhalb der ersten 10 Jahre nach Rentenbeginn versterben und es sind keine berechtigten Hinterbliebenen vorhanden und/oder Ihr Ehe-/eingetragene/r Lebenspartner/in hat keinen Riestervertrag, wird das vorhandene Restkapital (förderschädlich, d.h. nach Abzug der gewährten staatlichen Zulagen und Steuervorteilen) an die Erben bzw. den/die Ehe-/eingetragene/r Lebenspartner/in ausgezahlt. Die Rentenversicherung erlischt.
Oder:
Sollten Sie nach Ablauf von 10 Jahren nach dem Rentenbeginn versterben, endet der Vertrag ohne Leistung. Die Rentenversicherung erlischt.
Kosten
Eine Aufstellung der im Beitragsjahr anfallenden Kosten finden Sie in Ihrem jährlichen Depotauszug am Anfang des Folgejahres. Zusätzlich weisen wir Ihnen in der enthaltenen Bescheinigung nach §7a Abs. 3 AltZertG die im Beitragsjahr einbehaltenen Abschluss- und Vertriebskosten sowie die Verwaltungskosten des gebildeten Kapitals aus.
Ausland
Sollten Sie vor dem Beginn der Auszahlungsphase ins Ausland umziehen, sind die bisher gewährten Zulagen und Steuervorteile nicht zurückzuzahlen. Sofern Sie in das außereuropäische Ausland / Nicht EWR Land verziehen, sind wir verpflichtet zum Beginn der Auszahlungsphase die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) darüber zu informieren. Es tritt somit zum Auszahlungsbeginn der Sondertatbestand der Rückzahlung ein, sofern sich Ihr gewöhnlicher Aufenthalt / Wohnsitz zu diesem Zeitpunkt weiterhin im außereuropäischen Ausland befindet. Es werden dann alle Ihrem Altersvorsorgevertrag gutgeschriebenen Zulagen und gewährten Steuervorteile von der ZfA zurückgefordert.
Bei Verzug ins europäische Ausland / EWR Land ändert sich gegebenenfalls Ihre Zulageberechtigung.
Für die Berücksichtigung der geleisteten Beiträge als Sonderausgabenabzug ist eine uneingeschränkte Einkommensteuerpflicht in Deutschland zwingend erforderlich.
Altersvorsorge mit Riester
Informationen für Riester-Bestandskunden vom Allgemeinen über Anspar- und Auszahlungsphase bis Zulagen.
Altersvorsorge mit Rürup
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Investmentsparen, VL
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Edelmetallsparen
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